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Leider
hat es seine Zeit gedauert, aber lieber spät als
nie. Es ist gar nicht so einfach mal schnell einen Bericht
über meinen Wakeboard-Trip auf die Philippienen
zu schreiben, da fast 6.000 Bilder und rund 400 Minuten
Filmmaterial ausgewertet, geschnitten und bearbeitet
werden mussten. Warum das so viel ist, naja, wir waren
6 & jeder hat mal drauf gehalten.
Los
ging es abends in München, rund 5 Std. nach Doha
& dort ca. 4 Std. Aufenthalt. Anschließend
in etwas mehr als 9 Std. nach Manila. Leider gehört
Manila zu den schlimmsten Flüghäfen, die ich
je erlebt habe. Wenn man nach ca. 19 Std. endlich dort
ankommt, dann darf man völlig geschafft erst mal
die Bürokratie bei der Einreise bewältigen.
Nachts
um 1 Uhr war ich endlich aus dem Terminal 1 raus und
bin mit dem Taxi in das direkt nebenan liegende Flughafenhotel.
Die Nacht kostet etwa 50 $ und man bekommt nicht gerade
etwas besonderes, aber zumindest endlich ein ordentliches
Bett. Dies ist wichtig, zumindest wenn man, wie ich,
im Flieger nicht schlafen kann.
Von
hier ging es mit dem Taxi nach etwa 4 Std. Schlaf zu
Terminal 2. Es geht täglich nur eine Maschine nach
Naga, dem Flughafen direkt am CWC - Camsur Watersport
Complex. Der Flug dauert eine Std. & hat man sich
vorher angemeldet, dann wird man kostenlos mit dem Shuttle
abgeholt & auf Wunsch zum Wakeboardlift oder seiner
Unterkunft gebracht.
Für
mich ging es erst mal in die Unterkunft, das wenige
Gepäck loswerden, in mein Cabana einchecken und
etwas frisch machen. Im Oktober hat es hier immer noch
angenehme 33 bis 35 Grad, also genau die richtige Wakeboard-Temperatur
*g*. Die Wassertemperatur beträgt rund 30 Grad,
man kann also unbeschwert losboarden.
Aber
man muss erst mal eine Karte kaufen, dafür geht's
an die Rezeption und man wird von diesen netten Mädels
empfangen. Sie helfen euch immer bei Fragen und organisieren
bei Bedarf ein Shuttle für euch. Außerdem
schadet ein nettes Lächeln nie, man erntet sofort
ein Lächeln zurück.
Es
gibt eine 14 Tage Karte, die umgerechnet ca. 5 €
pro Tag kostet. Das Flutlichtfahren ist inkludiert.
Der Lift öffnet morgens um 8:30 Uhr und schließt
um 19 Uhr. Am Wochenende geht es bis 22 Uhr. Egal wann
man auf's Wasser geht, Neopren ist nicht nötig,
Sturzhelm ist Pflicht. Die Anlage bot diesen Oktober
10 Obstacles.
Los
ging es mit je einem Kicker rechts & links, dann
ein neues A-Frame und die Pyramide rechts, links ein
Table und ein Dragon-Table. Auf der Gegengerade waren
eine Step-Down Box und ein Slider, nach Kurve 4 noch
eine große Funbox und ein Monster Kicker. Die
Anlage hat einen geilen Zug und ist angenehm hoch. Es
geht also alles!!
Sollte
man auf der Gegengeraden stürzen, dann kommt ein
Angestellter mit einem Golfwagen und bringt euch zurück
zum Start. Vossi, Sandra, Tom und Dunja waren ja schon
eine Woche vor mir da, Sebi hatte sich für Ende
der ersten Woche angekündigt. Somit ging es die
erste Woche nur Wakeboarden, ohne Außnahme und
an die 6 Std. täglich.
Die
meißten Aufnahmen sind auch in dieser Woche entstanden,
da Vossi mit seiner neuen Spiegelreflex bis zu 8 Bilder
die Sekunde abfeuern konnte. Gleich am 2.Tag, meinem
Geburtstag, gab es noch eine böse Überraschung.
Nachdem vormittags mein gebrauchtes Board gebrochen
ist, brach am Nachmittag auch mein nagelneues Ersatzboard.
Das
dritte Wakeboard, welches eigentlich nicht für
mich gedacht war, teilte ich mir dann zusammen mit Vossi
und fuhr abwechselnd mein gewohntes und den New-Schnitzel
Schinken. Beide Board hielten dann auch die gesamte
Zeit. *puhh* Raus gekommen sind dabei unter anderem
die folgenden schönen Sequenzen.
Die
erste Woche war übrigens durchgehend schönes
Wetter und immer gegen Mittag kam ein Gewitter. Dies
war zum einen sehr angenehm, da es nicht zu heiß
wurde und sorgte auch dafür, dass die Obstacles
immer einigermaßen naß waren. Woche 2 war
dann leider etwas windig, aber trotzdem immer Sonnenschein.
Da
die anderen nun abgereist waren und nur noch Sebi mit
da war, ging es aufgrund des Windes etwas weniger Wakeboarden
und etwas mehr weg von der Anlage. Somit hab ich dann
doch noch etwas mehr gesehen, als nur die Wakeboard-Anlage.
Stop 1 war hier ein Ganztagestrip nach Caramoan Island.
Diesen
Ausflug muss man normalerweise bezahlen, jedoch hatte
ich das Glück eingeladen zu werden und mit Lorenz
aus Neuseeland, einer Journalistin aus Manila und einem
Kamerateam nicht nur, wie normal üblich, ein Insel
zu besuchen, sondern gleich 4. Auf einer dieser Inseln
wird übrigens nun MTV's "Survivor" gedreht.
Es
geht schon am frühen Morgen um halb 4 mit dem Shuttle
2 Std. ans Meer, dann eine Std. mit dem Boot auf die
Insel des Goves und nach einer abenteuerlichen Fahrt
über die Insel mit kleinen Booten auf Caramoan
Island. Dies sind wunderschöne kleine Inseln mit
Sandstrand, die unter anderem auch unter Naturschutz
stehen.
Sehr
viel kann man hier jedoch nicht machen, es ist eigentlich
nur relaxen und baden angesagt. Nach einer Woche vollgas
Wakeboarden ist das aber eine ganz angenehme Abwechslung.
Besonders interessant ist natürlich, wie die Menschen
abseits der Anlage, die eher wie eine Touristen-Funsport-Oase
wirkt, leben.
Leider
kann man mit ein paar Bildern nicht die Schönheit
des Landes einfangen, nur Erinnerungen erhalten. Leider
wird sich auch hier etwas ändern, da die abenteuerliche
Fahrt auf die Inseln wegen eines neuen Hotels nicht
mehr abenteuerlich sein wird, sondern eher komfortabel.
Die kleinen Inseln sind davon natürlich nicht betroffen.
Somit
hab ich zu den letzten gehört, die speziell die
Insel des Gov's (ja der Gouverneur, selbst begeisterter
Wakeboarder) unberührt gesehen hat. Die Maschienen
waren da schon aufgestellt. Naja, so gegen 17 Uhr waren
wir wieder zurück und an der Anlage angekommen,
gab's dann auch gleich die Einladung vom Gov zur abentlichen
Party.
Am
Wochenende kommt der Gov mit seiner ganzen Familie an
die Anlage und läßt es sich nicht nehmen,
für die Wakeboarder eine Party zu schmeißen.
Das bedeutet, er zwinkert 2 Mal & 10 Leute springen.
Ruckzuck ist alles organisiert & es heißt
mit dem Gov Jägermeister zu bechern - und das nicht
wenig.
Das
endete damit, dass die meisten inklusive Gov mit Klamotten
im Pool landeten. Kein Problem, schneller als man schaun
kann springen schon welche los und organisieren Handtücher.
Außerdem ist es auch nachts angenehm warm. Bilder
gibt's hiervon nicht, aber das könnt ihr euch sicher
denken *g*.
Naja,
es gab dann noch einen kleinen Trip nach Naga City,
keine sehenswerte Stadt. Man sollte auf alle Fälle
genug Bargeld mitnehmen, Geld abheben ist mir dort nicht
gelungen, die Leitungen nach Europa waren angeblich
dicht. Dabei ergab sich dann aber noch ein riesen Spaß,
denn der Rückweg wurde mit einer Lore absolviert.
Mit
den Heblern der Anlage fuhren wir noch zu den Hot Springs
und ein kleiner Ausflug in die andere naheliegende Stadt
füllten die Woche komplett aus. Natürlich
war immer noch genug Zeit zum Wakeboarden und erfreulicherweise
konnte ich TS Raley und Mobius lernen. Leider ist die
Zeit viel zu schnell vergangen, aber das ist ja immer
so.
Naja,
es gibt eigentlich noch so einiges mehr zu erzählen,
aber der Bericht ist ja jetzt schon ewig lang. Für
mich stellt sich auch nicht die Frage, ob ich wieder
auf die Philippienen flige, sondern nur wie oft es mir
in 2008 gelingt. Im Juli stehen ja schon die WWA Worlds
im CWC an. Auf alle Fälle muss man als Wakeboarder
das CWC besuchen.
Wer
jetzt immer noch nicht genug hat, kann ja einfach demnächst
nochmal hier auf meine Seite schaun, es kommt noch ein
3 Minuten Video mit Wakeboard-Aktion und ein paar kleinen
Ausschnitten von den Kurztrips. Keine Angst, es geht
jetzt wesentlich schneller, denn das Video steht schon
im Rohschnitt und knallt mit fetter Mukke.
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